Wie kams zum Lenzenhof?

Inmitten grüner Hügel und sanfter Wälder des vorderen Bayerischen Waldes, einen Steinwurf oberhalb von Aicha vorm Wald entfernt, haben wir, die Familie Höpfl aus Gilching im Landkreis Starnberg, den ca. 200 Jahre alten Lenzenhof im Jahr 1990 gekauft und mit viel Liebe und erheblichen Arbeitsaufwand, überwiegend in Eigenleistung renoviert und restauriert.

Historie Lenzenhof

Der alte und für die Gegend typische Vierseithof befindet sich wenige Kilometer nördlich der Donau, zwischen Vilshofen und Passau, im sogenannten Vorwaldgebiet. Zwei weitere Bauernhöfe, mittlerweile ohne landwirtschaftliche Nutzung sowie drei Einfamilienhäuser bilden den auf sanften Hügel (ca. 450 m über NN) liegenden Weiler Weiding. Oberhalb der Ohe gelegen, die durch Aicha vorm Wald fließt, bietet die Höhenlage einen wunderbaren Fernblick bis auf den Gipfel des Brotjackelriegel und hinab auf Aicha vorm Wald, hinüber nach Eging am See und an den meisten Tagen im Jahr eine Fernsicht hin zum Rachel, den Lusen im Nordosten, zum Staffelberg und Dreisesssel im Südosten.

Die Entscheidung, für den Lebensabschnitt nach einem erfüllten Berufsleben einen eigenen Bauernhof im Vorderen Bayerischen Wald zu erwerben, darf als Erfüllung eines Traumes und sozusagen eine Rückkehr zu den Wurzeln vom Besitzer gewertet sein. Geboren im Oberen Bayerischen Wald, ein Zurück in den Bayerischen Wald, der in seiner Einzigartigkeit einer der schönsten bayerischen Landstriche überhaupt ist. Eine Region, die ein Zitat des Besitzers, den seine berufliche Tätigkeit in alle Teile dieser Erde geführt hat, plakativ vor Augen führt: „… das schönste jeder Auslandsreise ist der Landeanflug auf den Münchner Franz-Josef-Strauß Flughafen. Es bedeutet nicht weniger als wieder bayerische Heimaterde unter den Füßen zu haben.

Da war das alte Anwesen und der Weiler Weiding geradezu ideal. Die kleine „Dorfgemeinschaft“ ist in zurückliegenden ca. 30 Jahren ohne unser zu tun von 18 auf 27 angewachsen. Neben den Höpfls die am Lenzenhof wohnen, beheimatet der Ort die Familien Haslinger und Graf.

Historie Lenzenhof

Anfangs kritisch beäugt, waren wir doch sehr schnell in die Dorfgemeinschaft integriert. Unsere schweißtreibende Eigenleistung, den doch arg ramponierten Hof zu renovieren zu restaurieren, wurde anerkannt und auch durch Nachbarschaftshilfe unterstützt. Heute bestehen auch beste Beziehungen zu den Ortsteilen Gottholling, Kaltenbrunn und Silling.

Bald leisteten wir durch die aktive Unterstützung zur Ortserweiterung und den Bau einer zeitgemäßen Wasserversorgung einen nicht geringen Beitrag zur Entwicklung des Weilers.

Mit der Renovierung der Hofstelle, den Teilnahmen am „Tag der offenen Gartentür“ in den Jahren 2015 und 2018 und der Schaffung der Veranstaltungsreihe „Kultur am Hof“ ist Weiding landkreisweit bekannt geworden.

Historie der Hofstelle

1640

erster Existenznachweis

Der erste Nachweis der Existenz der Hofstelle in Weiding findet sich um ca. 1640.
Die Geburt von Jakob Unrecht um *1610 findet „ in der Gegend Heyinnger Pfarr“ Erwähnung. † 13.01.1683 in Weiding °° 20.05.1635 (Witwer) in Otterskirchen Agatha Oberndorfer Bauerstochter von Weiding des Georg Oberndorfer, Weiding.

Diesem ersten Namenswechsel Oberndorfer – Unrecht folgt 1661 durch Heirat von Georg Kohlbauer mit Elisabeth Unrecht der Namensgeber Unrecht – Kohlbauer.

1781 heiratete Sebastian Anetsberger die Maria Kohlbauer.
Es folgt der 3. Namenswechsel. Kohlbauer – Anetsberger.

Bereits 1785 erfolgt durch Einheirat der Wechsel Anetsberger – Knab.

Um 1930 heiratet Georg Eisenreich ein, somit Namenswechsel Knab – Eisenreich.

Viele

Namenswechsel

 

 

 

 

 

 

 

 

Lenzenhof

1990

Erwerb durch Familie Höpfl

Im Jahr 1990 erwerben Kurt und Maria Höpfl den „Lenzenhof“ – der sechste, aktuelle Namenswechsel.

Wie im Grundsteuer Kataster der Steuergemeinde Rathsmannsdorf vermerkt, bestand die Hofstelle im Jahr 1811 aus: Wohnhaus, Stadel, Stallungen, Innenhof, Backofen und Brunnen. Um den Hof lagen die dazu gehörenden Wiesen, Felder und Waldungen.

Die restaurierten Stallgewölbe (genannt „böhmische Kreuzgewölbe“) und die großzügige Vierseithofanlage zeugen noch heute von einer seit Jahrhunderten bestehenden stattlichen Hofstelle.

Der Name „Lenzenhof“ leitet sich vom Vornamen des Besitzer Lorenz Knab *1748 ab und fand auch als „Knab-Hof“ Erwähnung.